Lohnt es sich denn, im Winter in den Zoo zu gehen? Aber sicher doch!
Die Frage kann man sich im ersten Moment durchaus stellen. Denkt man an den Zoo, dann denken die meisten von uns doch an einen Tag im Grünen, an Sonnenschein, Parkanlagen und freilaufende Tiere, die sich im Sonnenschein räkeln. Aber die Tiere werden ja im Winter nicht eingetütet und nach Süden verschifft, sondern wohnen das ganze Jahr über im Tierpark. Hinzu kommt, dass das Wetter in einem Elefantenhaus oder Affenanlage ja meist stabil ist, weil innen. Also: es lohnt sich und deshalb bin ich letztes Wochenende einfach mal losgestiefelt.
Nachteil beim Zoo im Winter: jaa, nicht alle Tiere trifft man draußen an. Und als neugieriger Fotograf verbringe ich gut und gerne mal vier bis sechs Stunden dort. Man muss also aufpassen, dass die Finger gelenkig genug bleiben, um den Auslöser zu drücken und nicht vorher abgefroren sind. (letztes Wochenende war es schon bitterkalt). Besonders angenehm macht es einem dabei zum Beispiel das Affenhaus, das ja tropisch beheizt ist.
Völlig unbedarft bin ich hinein gegangen und hatte natürlich vorher vergessen bzw. keine Gelegenheit gehabt, die Kamera anzuwärmen. Entsprechend liefen die Linsen beim Übergang von Arktik zu Dschungel heftig an. Das gab mir aber Gelegenheit, mich in Ruhe aufzuwärmen und den Affen ein wenig zuzusehen. So findet man die Spezialitäten aller Gattungen heraus, was die Besonderheiten sind und wie sie sich verhalten. Hat sich die Kamera klimatisiert, hat man dann schon eine viel genauere Vorstellung davon, wie sich die Tiere in Szene setzen lassen.
Unten präsentiere ich euch ein paar Bilder von Roloway-Meerkatzen. Sie zählen zu den bedrohtesten Affenarten der Welt. Man vermutet in ihrem westafrikanischen Lebensraum weniger als 1.000 Tiere. Lediglich 34 Exemplare lebten 2009 in europäischen Zoos, die größte Gruppe davon in Heidelberg.
Die Fotos wurden mit einer Nikon D800 und einem 70-200-Millimeter-Telezoom aufgenommen. Allerdings alle durch eine Scheibe, darum scheinen auf ein paar Aufnahmen Flecken zu sein. Übrigens war ich mit meiner Idee auch nicht allein, direkt im Affenhaus traf ich eine sehr nette Fotografin, die ebenfalls den Tag genutzt hatte, um einige Tierfotos zu machen. Wir haben uns sofort nett unterhalten, gegenseitig ein paar Tipps gegeben und ich musste ihr natürlich direkt mal die D800 vorstellen :)










Wie ist das mit euch? Könnt ihr auch nicht ohne Kamera in den Zoo gehen oder geht ihr sogar extra hin, auch wenn ihr Gefahr lauft, euch den Hintern abzufrieren? Wenn ihr Tipps habt oder Verbesserungsvorschläge für die Fotos oben: immer her damit! Ansonsten wünsche ich noch ein angenehmes Wochenende.


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