imdb.com ist im Bereich Film und TV wohl so etwas ähnliches wie Wikipedia im Bereich Wissen: eine enorme Datenbank über alle Informationen im entsprechenden Genre. Neulich bin ich eine Weile dort gesurft, bis mir die Listen an Titeln auffielen, die von Nutzern generiert werden á la: „10 Filme, auf die ich warte“ oder „Next Big Upcoming Movies“. Tatsächlich drehen sich die meisten Listen um Filme, die noch kommen. Und der Inhalt dieser Listen wirkt im Ganzen irgendwie… einfallslos.
Fortsetzungen:
- Pirates of the Caribbean – Fremde Gezeiten (2011)
- Transformers: Dark of the Moon (2011)
- Fast Five (2011)
- Scream 4 (2011)
- Wanted 2 (2011)
- National Treasure 3 (2011)
- X-Men: First Class (2011)
- Paranormal Activity 3 (2011)
- Men in Black III (2012)
- The Expendables II (2012)
- The Dark Knight Rises (2012)
- Indiana Jones 5 (2012)
- Untitled Star Trek Sequel (2012)
- Ghostbusters III (2012)
- Mad Max: Fury Road (2012)
- Jumper 2 (2013)
- Die Hard 5 (2012)
- Bad Boys 3 (2012)
- Avatar 2 (2014)
Remakes:
- Rise of the Apes (2011)
- Dredd (2011)
- Total Recall (2012)
- When Worlds Collide (2012)
- The Girl with the Dragon Tattoo (2011)
Naja, das sind gerade mal die Titel aus zwei Listen, wobei die Autoren jener natürlich hauptsächlich die populärsten Titel anführen. Zumindest die Liste der Fortsetzungen hätte ich sicher noch eine Stunde lang ergänzen können und eine vollständige(re) Aufstellung von Remakes dürfte eine ganze Zeit dauern.
Gerade dort wird soviel recycled, dass man kaum noch den Überblick behält. Beispiel: The Girl with the Dragon Tattoo, wobei es sich um ein Remake von Verblendung handelt, einer recht erfolgreichen Roman-Verfilmung von 2009. Öfters als man denkt, werden solch erfolgreiche Filmproduktionen europäischen Ursprungs jedoch einer „Amerikanisierung“ unterzogen, in Hollywood „neu“ verfilmt und dann dort in die Kinos gebracht. Dann sehen es wenigstens mehr Amerikaner als sonst, schätze ich.
Dass die Haltbarkeitszeit bekannter Markennamen drastisch sinkt, merkt man an Remakes von Titeln wie Total Recall, dessen Original 1990 heraus kam oder Judge Dredd, der seinen ersten Auftritt im Kino 1995 hatte. Aber es geht noch irrer! Denn wenn die Geschichte erzählt ist, ist die Marke (eventuell) noch längst nicht tot. Dieser Meinung ist man zum Beispiel bei Spiderman. Aus der bloßen dritten Fortsetzung wird stattdessen mit The Amazing Spider-Man (2012) ein Reboot der Reihe; gleicher Titel, gleicher Hype aber das Ganze nochmal von Vorne starten.
Glücklicherweise (?) sind einige der Titel, die ich angeführt habe, bloße Ankündigungen oder noch in Entwicklung. Da kann so einiges noch passieren und zu manchen Premieren kommt es vielleicht gar nicht. Wir werden sehen und freuen uns auf frische Ideen.


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