Einer der beliebtesten Artikel hier im GlassBlog ist jener zur Glasser-Erweiterung des Firefox-Browsers. Dort habe ich beschrieben, wie man den Mozilla Browser möglichst transparent macht. Damals verwendete ich die Version 3.5 von und seitdem sind nicht mehr sehr viele Artikel zum FF erschienen.Grund ist Google Chrome, der bei mir dem erstgenannten den Rang abgelaufen hat. Grund sind bessere Bedienbarkeit, höhere Geschwindigkeit und mehr Platz zum Anzeigen der Webseiten. Meiner Meinung nach ist Chrome eine Art Vorreiter und tatsächlich tauchen nun Chrome-Funktionen auch in Opera und Firefox auf. Allerdings nur in den Major-Versionen, die kleineren Updates begnügen sich hauptsächlich mit Sicherheitsupdates und ähnlichem.
Nun steht demnächst wieder ein Major-Update des Firefox bevor und kürzlich wurde Firefox 4 Beta 1 zum Download freigegeben. Ein Grund für mich, mal wieder einen Blick auf den Browser zu werfen. Da in Version 4 recht viele Neuerungen vor der Tür stehen, beschäftige ich mich heute erstmal nur mit der Oberfläche.
Dass der Browser mit einem überarbeiteten UI daher kommen wird, war schon früher klar. In der Beta 1 ist es endlich drin und macht auch schon einen recht guten Eindruck. Transparenz-Frickeleien durch Erweiterungen dürften damit bald überflüssig werden, denn – orientiert an Chrome und Opera – bringt die neue Oberfläche schon viele transparente Bereiche mit. Dennoch verbraucht das UI hier ein wenig mehr Platz als Chrome, denn man konnte sich nicht vom Hauptmenü trennen, das als orangefarbener Button über allem prangt.
Auch die untere Statuszeile hat man im UI belassen (bei Chrome fehlt sie), was noch einmal einen Hauch Platz wegnimmt, aber auch seinen Vorteil haben kann – schließlich legen hier sehr viele FF-Erweiterung ihre Buttons ab.
Woran ich mich erst noch gewöhnen müsste: Wie beim aktuellen Opera werden in Windows 7 jetzt alle offenen Tabs als extra Fenster angezeigt, wenn man in der Windows-Startleiste mit der Maus über das FF-Symbol fährt.
Vermutlich auch der Gewohnheit geschuldet ist die Suchmaschinen-Zeile neben der Adresszeile im FF. Hier kann man zwar praktischerweise schnell zwischen verschiedenen Suchmaschinen wechseln, doch verwendet man zum Beispiel nur Google dann reicht auch die Adresszeile aus, denn die durchsucht automatisch Google, wenn sie in den Lesezeichen oder im Verlauf nichts passendes findet.
Ansonsten ähnelt die neue FF-Oberfläche am ehesten Chrome. Tabs finden sich nun ganz oben und FF versucht automatisch, so viele wie möglich in einer Reihe darzustellen. Dabei gibt es aber weniger Animationen als bei Chrome. Ich muss zwar nicht unbedingt sehr viel Schnickschnack bei der Darstellung haben, aber auch zugeben, dass mich die Tab-Animationen von Chrome leichter nachvollziehen lassen, was ich gerade mache oder gemacht habe.
Übrigens: folgendes habe ich nur zufällig herausgefunden: die übliche Menüleiste (mit den Punkten Datei, Ansicht, Bearbeiten, …) gibt es doch noch, wird aber erst mit einem Druck auf die linke Alt-Taste sichtbar. Das entspricht der Funktion einer Erweiterung, die ich hier im Blog auch schon vorgestellt hatte: Hide Menu Bar.
Das ist erstmal, was ich im ersten Moment zur Oberfläche sagen konnte. Später werde ich mich wahrscheinlich noch mit ein paar anderen Aspekten, wie den Erweiterungen und Themes beschäftigen; hier will Mozilla ja auch einen neuen Weg einschlagen. Was es sonst alles Neues gibt in der aktuellen Version, findet ihr in einem Artikel bei golem.de


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