Dein täglich Google: Googlemail

Im letzten Beitrag, der sich um Google als Konzern drehte, ging es darum, wie man die Wahl zwischen dem Internetriesen und einem Konkurrenten begründen kann. In diesem Beitrag nehmen wir einfach mal an, wir hätten uns für Google entschieden und werfen nun einen Blick darauf, was es uns bieten kann.

Ich selbst habe mich Google über den Maildienst genähert. Andere machen das vielleicht über Youtube oder den Bilderdienst Picasa. Die Wege sind zahlreich und je nachdem, was mich interessiert, werde ich garantiert fündig.

Googlemail/Gmail:

Was die Amerikaner als Gmail kennen, heißt bei uns Googlemail. Es bezeichnet beides das Gleiche, doch aufgrund meiner Tippfaulheit werde ich sicher des Öfteren mal Gmail benutzen.

Meine erste Emailadresse habe ich bei GMX eröffnet. Dort befindet sie sich immer noch und läuft seit jeher – mit einer Unterbrechung – als Freemail-Account. Dass heißt, dass ich GMX-Werbemails bekomme, die GMX-Seite selbst ebenfalls mit Werbung überfrachtet ist und ich regelmässig meinen Account pflegen muss, damit GMX sicher gehen kann, dass sie mir weiterhin korrekt personalisierte Werbung schicken.

Nutzt man den Premium-Dienst hat man ein paar nette Funktionen mehr, wie zB SMS-Benachrichtigung bei eingehenden Mails, 10GB statt 1GB Speicher, etc. Dafür muss man aber auch schön Geld hinlegen. Ich hab das als Geschenk 3 Monate ausprobiert, überhaupt nicht genutzt und wieder gekündigt. Dazu waren 3 Faxnachrichten mit Unterschrift und die Erduldung von mindestens 20 Komm-bitte-zurück-Mails nötig.

Google muss oder will nicht dermaßen den Kunden hinterher kriechen. Gmail ist ebenfalls kostenlos, bietet aber vom Start weg gleich 7GB Speicher an. Die Webanwendung braucht zwar rund zwei Sekunden zum Start, doch dafür läuft sie einfach schnell und reibungslos. Einzig das Mailmanagement ist ein wenig gewöhnungsbedürftig, da Mails nicht wirklich zwischen Ordnern verschoben werden, sondern mit Tags versehen werden – so ähnlich wie Metadaten-Tags. Was ich über Evolution-Mail kennen gelernt habe, ist die Darstellung der Konversation als Thread. Das heißt, dass sich die Auflistung der Mails zwar nach dem Eingangsdatum sortieren lässt, sie ansonsten jedoch miteinander gruppiert sind – Bezugspunkt ist dabei das darin besprochene Thema (welches sich natürlich aus der Betreff-Zeile ergibt und aus der Frage, ob der Gesprächspartner auf „Antworten“ geklickt hat ergibt). Unabhängig von irgendwelchen Ordnern kann ich so dem Verlauf eines Themas folgen und finde alle relevanten Mails direkt beieinander.

Um den Umstieg auf Gmail zu vereinfachen (oder den Kunden noch tiefer in Googles Arme zu treiben) kann man dem Dienst erlauben, einen anderen Maildienst über dessen POP3-Schnittstelle auf neue Mails zu prüfen. Damit funktioniert Gmail wie ein Desktop-Mailclient, der die Mails zB von GMX abruft. Im Falle eines Umstiegs eine ungemein nützliche Funktion. Ebenfalls gut integriert sind die Kontakte, die ich seit Gmail erstmals auch im Netz nutze. Die Kontakte kann mit mit zahlreichen Informationsfeldern detaillierter anlegen, beliebige weitere Felder anfügen und sie darüber hinaus auch mit Bildern versehen. Gehe ich dann mit dem Mauszeiger über meine Mailliste und dort über die Namen der Gesprächspartner, so sehe ich sofort mit Bild und Adresse, wer mir geschrieben hat. Darüber hinaus lassen sich auch die Kontakte mit Tags und Gruppen versehen, so dass ich auf einem Schlag allen Leuten in Oberdorfunterstadt gleichzeitig schreiben kann.

Natürlich gibt es noch viele weitere Funktionalitäten, die ich hier jetzt aber nicht extra erwähnen möchte, bis auf die – eigentlich selbstverständliche – IMAP-Funktion, dank der ich mit Hilfe eines IMAP-fähigen Emailclients (kenne keinen, der das nicht kann), meine Mails vom Desktop aus managen kann, ohne dass ich den Browser brauche oder dass Mails heruntergeladen werden müssen. Alles verbleibt auf dem Server. Wie gesagt, diese Funktion ist heutzutage eigentlich Standard, ich erwähne sie aber trotzdem, weil ich in zukünftigen Artikeln zum Thema noch darauf zu sprechen kommen werde.

Hinweis: Dieser Artikel ist Teil eines Kurses der Vorstellung und Einrichtung eines Workflows, um die eigenen Organizer-Daten über verschiedene Systeme hinweg zu synchronisieren. Eine Übersicht aller Artikel dazu findet sich hier, sowie eine Auflistung der am Workflow beteiligten Hard- und Software.



Eine Antwort zu „Dein täglich Google: Googlemail“

  1. iCH BITE SIE UM EINSTELUNG – DEIN TAGLICH gOOGLE- gOOGLE MAIL

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