10 Euro in 4 Minuten

Schon witzig, wenn man die Überschrift liest, denkt man sofort ans Geld verdienen. Gemeint ist aber das Geld ausgeben.

Als ich heute Einkaufen war, gingen die 10 Euro in meiner Tasche binnen kürzester Zeit weg. Brot, 4 Muffins, Mikrowellen-Fraß und Blumen für die Freundin – schwupps alles weg.
Ist auch nichts Neues und nichts weltbewegendes.

Warum denken wir (oder nur ich?) bei der Überschrift aber ans genaue Gegenteil von dem, was gemeint ist? Möglicherweise spielt hier Suggestion aus Medienquellen eine Rolle. Schließlich werden uns tagtäglich Gewinne und tolle Möglichkeiten des Geldverdienens versprochen. Dabei müsste doch den meisten Menschen klar sein, dass es wesentlich härter ist, Geld zu verdienen, als es überall angeprangert wird.

Vielleicht wurde mit diesen suggestiven Mitteln ja sogar unser Glaube – oder unsere Hoffnung – in eine heile und funktionierende, ja, in eine leicht zu meisternde Welt geformt.
Ich selbst halte diese positive Einstellung durchaus für nützlich, fände es aber doch bedenklich, wenn sie tatsächlich aus dieser Quelle stammte. Denn wie sicher ist eine Behauptung, die wir nicht selbst mit gutem Gewissen aufgestellt haben?



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