Warum sind die Straßen heute leer?

Die meisten Feiertage gehen ja an mir vorbei – jene Tage gestalten sich bei mir nicht viel anders als andere Tage.
Aber es fällt dann doch auf, wenn man gestern zum Beispiel ein paar Einkäufe erledigt und der Supermarkt dermaßen überrannt wird, als gäbe es kein Morgen mehr. Dafür sind heute die Straßen größtenteils leergefegt und die Leute genießen ihr verlängertes Wochenende.

Für alle also, die ein wenig Auffrischung in Sachen Feiertags-Grund brauchen:
Der Erste Mai ist ein gesetzlicher Feiertag in Deutschland, Österreich, Teilen der Schweiz und vielen weiteren Staaten, wie zum Beispiel Russland, VR China, Griechenland, Frankreich, Schweden, Mexiko, Thailand oder Nordkorea. Er wird auch als Tag der Arbeit, Maifeiertag oder Kampftag der Arbeiterbewegung bezeichnet. Die amtliche Bezeichnung in Deutschland ist durch Gesetze der einzelnen Länder geregelt. In Nordrhein-Westfalen z. B. ist der 1. Mai offiziell Feiertag als „Tag des Bekenntnisses zu Freiheit und Frieden, sozialer Gerechtigkeit, Völkerversöhnung und Menschenwürde“.

Letzteres ist wohl auch einer der Hauptgründe, warum am heutigen Tage vielerorts Demonstrationen stattfinden.

Gerade bei uns hier in Göttingen waren gestern eine Menge Partys am Start, klassischerweise „Tanz in den Mai“ genannt – auch wenn darunter Drum’n’Base oder auch HipHop-Events waren. Ich muss zugeben, mich dann schon gefragt zu haben, was eigentlich der ursprüngliche Inhalt dieser Bezeichnung war, denn der Brauch geht wohl auf die Walpurgisnacht zurück:

Die Walpurgisnacht ist ein traditionelles europäisches Fest am 30. April. Sie erhielt ihren Namen nach der Heiligen Walburga, deren Gedenktag bis ins Mittelalter am Tag ihrer Heiligsprechung am 1. Mai gefeiert wurde. Als Tanz in den Mai hat es wegen der Gelegenheit zu Tanz und Geselligkeit am Vorabend des Maifeiertags auch als urbanes, modernes Festereignis Eingang in private und kommerzielle Veranstaltungen gefunden.



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