Vor kurzem war mir endlich mal wieder die Möglichkeit gegeben, ein paar neue Fotos zu schießen. Anlass war ein Shooting mit einem Freund und seinem Auto – einem Mazda RX-8. Sein ganzer Stolz und angepeiltes Trittbrett, um sich für eine Testfahrt mit einem neuen Wagen zu bewerben.
Ich hab mich also mal wieder an Lightroom heran gesetzt und ein bisschen rumgespielt – was ausufernde Folgen hatte, denn es tauchten die üblichen Schwierigkeiten auf: Bei einem gewissen Teil der Fotos entspricht das, was ich in Lightroom anpasse nicht dem, was ich schließlich ausgebe.
Links das Originalbild, das ich mir vorgenommen habe und rechts die angepeilte Finalversion:

Das Problem dabei ist eine Form der sogenannten Split-Tone-Technik, bei der das Original erst in ein Graustufen-Bild umgewandelt und dann entsprechend eingefärbt wird. Bleibt das eigentliche Bild – bzw. dessen Informationen – in Schwarzweiß, sind die Farbinformationen als Farbprofil eingebettet. Und genau das sorgt für Schwierigkeiten beim Exportieren, denn gebe ich das Bild an Photoshop weiter, erhält mir das Programm zwar die Farbinformationen, kann sie aber wiederum nicht korrekt ausgeben. Hier wie in Lightroom sieht das Ergebnis dann so aus: 
Möglicherweise auch schick, aber war mir zu flach, zu leblos. Also habe ich viel herum geschraubt, meinen gesamten Workflow (also Lightroom, Photoshop und selbst den Monitor) auf sRGB umgestellt, um so zu einem einheitlichen Ergebnis zu kommen. Zwar wurde ich so die SW-Aufnahme los, kam aber nicht zum gewünschten Ergebnis. Zwar konnte ich das Bild dann noch nachbearbeiten und weiter einfärben, aber das machte den Bearbeitungsprozess unkontrollierbar und führte zu so etwas: 
Nach langwierigen Recherchen und vielen Megabytes an Bildmaterial bin ich dann zu einer Lösung gelangt: Die Übergabe von Lightroom an Photoshop erfolgt als Tif-Datei mit 16bit Farbtiefe und einem sRGB-Farbraum. In Photoshop dann wird die Farbeinstellung auf „Monitor RGB“ eingestellt – so kann ich in PS schon sehen, wie mein Monitor das Bild letztlich anzeigt. Nach den weiteren Bearbeitungen dann erfolgt die Bildausgabe über das PS-Modul „Für Web und Geräte speichern“ – hier nämlich kann man das Bild sehen, wie es (als jpg) auf fremden Systemen angezeigt wird. Das ist zwar nicht der einfachste Weg, aber wohl der, der am sichersten zum Ergebnis führt.


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