Der Mann, der sich in einen Baum verwandelt – mythologisches Symbol der Verzauberung?

Gestern bin ich (auf was für Wegen auch immer) über ein Youtube-Video gestolpert, das einen Mann vorstellt, der als der „Treeman“ bekannt ist.

Absolut verblüffend: Er hat eine Krankheit, die ihn augenscheinlich nach und nach in einen Baum verwandelt. Klingt absolut abnorm und ich dachte sofort an einen Fake, aber das scheint tatsächlich wahr zu sein.

Was mich persönlich wieder an die Entstehung von Fabeln und Mythen denken lässt. Daran, dass es das Wort „Magie“ überhaupt gibt und es dafür eine Ursache geben muss. Vielleicht ist das Übernatürliche doch gar nicht so außerhalb dieser Welt, wie man immer glauben mag.
Natürlich behaupte ich nicht, dass die Krankheit dieses Mannes paranormal ist, sondern vielmehr, dass viele „Gespenstergeschichten“ wohl auf reale und aus heutiger Sicht erforschbare Geschehnisse zurück gehen.

Ich bin ein neugieriger und wissenschaftlich eingestellter Mensch – Entzauberung hat für mich keine große Bedeutung. Wenn ich herausfinde, dass Dracula auf einen besonders brutalen slawischen Fürsten zurück geht, dann schmälert mir das nicht die Faszination an der mythodologisierung des Themas. Vielmehr eröffnet das Spielarten, mit dem Thema umzugehen.
So wird es wohl vielen gehen, die diese Legenden dauerhaft am Leben erhalten und das ist auch das schlagende Argument, warum es wohl weiterhin solche Geschichten geben wird. Im Gegensatz zu der Naivität vergangener Epochen im Bezug auf das Unbekannte, ist es heute die Neugierde und Verzauberung des Bekannten.



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