Was leistet eigentlich die Entfernungspauschale?

Und noch eine interessante Fundsache, die man sich ruhig einmal durch den Kopf schießen lassen kann.
Zur Entfernungspauschale gab es ja unlängst hitzige Debatten über die Abschaffung, Wiedereinführung, Kürzung oder Aufstockung. Doch wenn man den gleich folgenden Beitrag liest, kann einem das eigentlich alles egal sein, außer, sie erhöhen die Pauschale auf 1 Euro oder mehr pro Kilometer.

Im Golem.de Forum stieß ich auf einen Beitrag über Pauschalabgaben:

Jede Pauschalabgabe ist ungerecht, sie hat ihre
Existenzberechtigung in der Vereinfachung.

Ich kenne etliche Leute, die mit der
Pendlerpauschale Geld verdient haben (man muss nur
mit einem abgeschriebenen Auto entsprechend weite
Arbeitswege haben, am besten zieht man aus der
Stadt raus aufs Land weils da billiger ist).

Daraufhin antwortete ein Leser, der sich offenbar ein wenig mit der Materie auskennt:

Solche Äußerungen sind meiner Meinung nach einfach nur ein bodenlose Frechheit, den kein Auto der Welt fährt für 30 Cent/km.

Als Beispiel: Bei einer Entfernung von 50 km darf man pro Arbeitstag 0,30 Cent x 50 km, also 15 Euro steuerlich geltend machen. Das bedeutet in keinster Weise, dass man pro Tag 15 Euro vom Finanzamt bekommt, sondern das pro km das zu versteuernde Einkommen um 30 Cent sinkt. I.d.F. sind das 230 x 0,30 = 3450 Euro weniger zu versteuerndes Einkommen, was dann im wirklich allerbesten Fall vielleicht 1500 Euro weniger Steuerlast bedeutet.

Und wie man für 1500 Euro an 220 Tagen 100 km (hin und zurück) mit Gewinn zurücklegt möge man mir doch bitte erklären.

Im übrigen heißt das Teil Entferungspauchale weil es völlig egal ist wie man zur Arbeit kommt.

Und hier ist nochmal alles fein säuberlich erklärt:
[de.wikipedia.org]

Die ganze Diskussion gibts hier.



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