Wie sehr mich dieser Film berührt hat, kann ich schwer in Worte fassen.
Am liebsten würde ich es mit einem Gedicht ausdrücken, doch ich kenne keins, das passen würde. Traurig.
Auch wenn Worte ein großer Teil meiner Welt sind, sind es auch Bilder.
Etwas, das „Schmetterling und Taucherglocke“ so außergewöhnlich macht, ist die Verschmelzung von Bildern und Worten. Regisseur Julian Schnabel und Kameramann Janusz Kaminski haben hier etwas vollbracht, das viel besser ausdrücken kann, als ich es vielleicht jetzt könnte.
Die beste Beschreibung des Filmes liefert also der Film selbst.
Die Frankfurter Allgemeine Zeitung hat noch folgendes geschrieben:
Wenn alles mit rechten Dingen zugehen würde, dann hätte dieser Film bei den Oscars für beste Regie, beste Kamera und bestes Drehbuch gewinnen müssen. Müssen! Nicht weil an den Konkurrenten etwas auszusetzen gewesen wäre, ganz im Gegenteil, sondern weil „Schmetterling und Taucherglocke“ genau die Sorte Film ist, die das Kino als populäre Kunstform immer wieder am Leben hält. (…) Die hochmütigeren französischen Kritiker haben den Film als Poesiealbum verunglimpft. Ihnen ist wahrlich nicht zu helfen. Und damit sind sie auch ziemlich allein. Selbst unter dem Abspann zeigt dieser Film noch, was das Kino alles kann. Zur Musik von Tom Waits sieht man da die Packeisschmelze rückwärtslaufen – und es ist, als setze sich die Welt neu zusammen, wenn das schillernde Eis aus dem Meer hochsteigt, um sich wieder in eins zu fügen. Schönere Bilder hat Schnabel nie gemalt. Aber das beweist ja nur, dass die spannendsten Dinge zurzeit im Grenzbereich zwischen Kunst und Kino passieren.

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