Am Wochenende bin ich wieder einmal zuhause gewesen und habe für ein paar Stunden ausgesuchtes Fernsehen genießen dürfen. Darunter war ein seltenes Schmankerl: eine recht gute Stephen King-Verfilmung. „Needful Things – in einer kleinen Stadt“ glänzte mit einem überzeugend schauspielerndem Max von Sydow und einer fast noch besseren Amanda Plummer.
Verpasst habe ich dafür „Der Unhold„, einem anspruchsvollen Drama von Volker Schlöndorff über einen eigensinnigen Kopf (John Malcovich) in einer eigensinnigen Zeit (Zweiter Weltkrieg).
Im Moment schleppe ich mich so von Unternehmung zu Unternehmung und da ich hier immer schreibe, was es alles zu tun gibt, schreibe ich diesmal einfach, womit ich mich zwischendurch entspanne.
Vorgenommen habe ich mir Momentan „eXperience112“, ein Adventure der etwas anderen Machart.
Es geht um eine Frau, die (wie innovativ!) mit partiellem Gedächtnisverlust auf einem gestrandeten Schiff erwacht. Sie ist Teil einer Forschungsmannschaft, die an jenem abgelegenen Ort zwielichtigen Forschungen nachging.
Doch das Schiff scheint mittlerweile verlassen zu sein, überall wuchern Pflanzen – selbst in völlig dunklen Räumen – und schon bald stößt die Protagonistin auf die ersten Toten.
Das interessante am Spiel: man steuert den Hauptcharakter gar nicht.
Die ganze Geschichte ist eher so aufgezogen, dass man sich als unbedarfter Zuschauer von außen in ein Computersystem einloggt und die Frau dann über ein Netzwerk von Kameras beobachtet. Dabei hat man die Möglichkeit, Lampen ein- und auszuschalten oder Türen zu öffnen, um ihr so den Weg zu weisen.
So entdeckt man nach und nach das Schiff und die Geschehnisse. Sehr spannend eigentlich, denn man ist auf ungewöhnliche Weise direkt dran am Geschehen.

Auf jeden Fall macht es Spaß, einziger Wermutstropfen jedoch: die schlechte Performance. Das Spiel selbst muss man sich wie einen Windows-Desktop vorstellen, auf dem mehrere Fenster offen sind – in jedem Fenster eine Kameraansicht oder eine Benutzeroberfläche. Und sobald mehr als ein paar wenige Fenster offen sind, bricht die Performance des Spiels total zusammen.
Ich hätte das ja gern zugunsten des Spiels auf meinen schwachen Rechner geschoben, doch aus Reviews weiß ich, dass dieses Problem auch auf stärkeren Systemen auftritt. Ein Patch wäre also wünschenswert, dann kann ich das Spiel auch wirklich wärmstens empfehlen.

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