Soviel zum gemächlich wiederkehrenden Ablauf des Alltags.
Meine Schreibfrequenz hier im Blog (nicht sehr regelmässig) spiegelt zur Zeit ganz gut wider, wie ich mich im alltäglichen Leben gebe und beweise: hin und wieder taucht er auf, die meiste Zeit aber krämert er zurück gezogen vor sich hin und schlägt sich durch die Arbeit.
So, wie jetzt gerade. In diesem Moment mache ich nämlich eine Pause vom Schreiben einer Hausarbeit, die mir seltsam schwer im Magen liegt, obwohl das Thema eigentlich gut und das Material relativ ausreichend ist. Vermutlich schleppe ich sie schon zulange mit mir rum. Noch ein Grund mehr, diese Pause nicht zu lang werden zu lassen und das Ding endlich vom Tisch zu kriegen.
Es sind aber oft die kleinen Dinge, die einem von den großen abhalten.
Ziemlich klein sind Computerviren. Ein solcher hatte sich mal wieder bei mir eingenistet, was ich jedoch erst bemerkt habe, nachdem AntiVir nicht mehr lief und auch nicht mehr starten wollte. Diese „Bagle“-Viren sind angeblich mit die hässlichsten und eben jener hatte es sich bei mir bequem gemacht.
Weil ich nicht unbedingt Lust hatte, ihn mit jedem noch so kleinen Mittelchen zu bekämpfen, entschloß ich mich für die brutale Methode: Festplatte formatieren. Unter anderem blieb mir auch keine Wahl, weil der virus beschlossen hatte, meine Onboard-Soundkarte aus der Systemsteuerung zu verbannen. Folglich konnte keine Anwendung, die eine Soundkarte voraussetzt mehr gestartet werden. Darunter unglücklicherweise auch Adobe Audition, mit dem ich im Moment den Unsterblichen-Film bearbeite. Das war schlecht. Ich hab also meine externe Soundkarte angestöpselt, installiert und gehofft, dass der Virus diese nicht auch angreift, nachdem ich den Computer neu starten musste. Ich hatte Glück, konnte Audition starten und das gesamte Projekt sichern. Es würde zwar nicht mehr so einfach wiederherzustellen sein, aber mir würde auch nichts verloren gehen.
Das Formatieren dauert auch gar nicht mehr so lang wie früher, aber dafür ist das Einrichten danach lästiger und langwieriger. Als die wichtigsten Dinge wieder liefen, lud ich mir die neueste Version von Antivir herunter und liess erst einmal sämtliche Festplatten checken. Darunter auch alle tragbaren Festplatten und MP3-Player, da das Virus dazu neigt, Kopien von sich auf jeden Device zu packen, der an den PC angeschlossen wird.
Meine Festplatte mit dem Filmprojekt war zum Glück gänzlich sauber und auch der MP3-Player wies keine Spuren einer Infizierung auf. Lediglich auf der Arbeitsplatte waren ein paar Archive, in denen sich der Bagle versteckt hatte. Diese wurden sogleich gründlich vom Datenträger verstoßen.
Nach den letzten Spuren habe ich noch den Spybot suchen lassen, um sicher zu gehen, dass auch in der Registry keine verdächtigen Einträge sind.
Das alles war gestern. Heute bin ich immerhin so weit, Word wieder am Laufen zu haben und meine Arbeit weiter tippen zu können.
Zumindest, solange ich von weiteren Blessuren verschont bleibe ;)

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