Verdienst du Geld? Dann her damit!

Demokratie heißt Frei sein – aber auch, von tausenden Regeln geknebelt zu werden.

Ach, ich hatte so viele alternative Überschriften für diesen Beitrag: „Vorne hui, hinten Pfui!“, „Demokratie ist nur schön, wenn man genug Geld hat“, „Sobald dir das Leben etwas schenkt, gibt es auch einen Weg, wie es dir das wieder nehmen kann.“

Die ganze letzte Woche hab ich mich mit den Tücken und Stolperfallen des Wirtschaftslebens und dessen Verzwickung mit den verschiedenen Versicherungsanstalten herum geschlagen.
Einfacher ausgedrückt: wenn dir der Staat etwas gibt, findet er immer einen Weg, wie er es dir auch wieder nehmen kann.

Ich hatte ein Jobangebot für eine Arbeit auf 400 Euro Basis. Eigentlich eine nette Sache, weil man für (relativ) wenig Arbeit Geld bekommt. Ich fand es okay, für mich wäre das wirklich kein großer Aufwand gewesen.
Der Haken ist jedoch, dass ich zweimal im Jahr woanders arbeite. Mit diesem Job halte ich eine Grenze ein, die von der Krankenkasse vorgegeben wird: ich bin nämlich von den monatlichen (Lohn-)Abgaben an die Krankenkasse befreit, solange ich nicht länger als 50 Tage im Jahr arbeite. Weil ich Student bin. Darum darf ich auch nicht noch einen Job nebenbei haben, denn die Krankenkasse bestimmt, wieviel Geld ich verdienen darf. Die gehen nämlich davon aus, wenn ich mehr arbeite, als sie es festgelegt haben, dann benutze ich meinen Studentenstatus nur, um an die damit verbundenen Vergünstigungen heran zu kommen.

Oh, wie recht sie doch haben!
Ich zahle alle 3 Monate fast 700 Euro Studiengebühren, damit ich das Semesterticket der Bahn (64 Euro für einen begrenzten Bereich nur mit Bummelzügen) benutzen kann, billiger ins Kino komme (4 Euro statt 5,50 Euro) und in der Mensa billiger essen kann (2 Euro statt 2,50 Euro).
Genau, ich bin ja so ein Monster und gebe einen Haufen Kohle aus, um nichts dafür zu bekommen.

Genau so ein Nullsummenspiel ist das auch mit dem Verdienst als Student. Man bekommt mehr und mehr Ausgaben aufgedrückt, doch niemand greift ihnen unter die Arme, wenn es darum geht, diese Kosten zu decken.

Hätte ich den Job angenommen, hätte ich mehr als ein Drittel mehr Ausgaben als Einnahmen gehabt. Na, schönen Dank auch für die Hilfe beim Aufbau eines eigenen Lebens.



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