Photoshop im Web, Finger weg……!

… oder zumindest vorsichtig sein beim Bearbeiten und Ablegen der Fotos.

Adobe hat mit Photoshop Express seit kurzem eine abgespeckte Version seiner Bildbearbeitungssoftware im Netz, die frei genutzt werden darf. Tatsächlich eine ganz nette Sache – vor allem aber für die Zielgruppe „der jungen Generation, die ihre Bilder im Internet lagert, verwaltet und bearbeitet“.

Doch vorsicht, Adobe hat sich da einen dreisten Trick überlegt:

Wie wichtig der ungeliebte Blick in die Allgemeinen Geschäftsbedingungen ist, das beweist einmal mehr Photoshop Express: Adobe reklamiert Nutzungsrechte an allen für die Öffentlichkeit freigegebenen, also für die Community sichtbaren Fotos. Wer den AGB zustimmt, um Photoshop Express nutzen zu können, erlaubt den Kaliforniern, die eigenen Bilder zu verändern, in jedem beliebigen Medium zu reproduzieren, sie weiterzuverkaufen und die Nutzungsrechte an Dritte weiterzulizenzieren, ohne an den Urheber Gebühren zahlen zu müssen. Und der dickste Brocken kommt erst noch: Diese Rechte erhält Adobe weltweit, unbefristet und unabänderlich. Selbst wenn man sein Profil löscht und Photoshop Express nicht mehr nutzen will, behält Adobe die Nutzungsrechte an freigegebenen Bildern. Was das Unternehmen mit diesen Bildern anfangen will, ist noch völlig offen. (Quelle)

Das ist ein ganz schön dickes Ding, wenn man aufpasst, kann man dies jedoch umgehen, indem man seine Fotos einfach nicht für jedermann freigibt.
Adobe hat jedoch auf die weltweiten Proteste reagiert und rudert jetzt heftig zurück, was die Formulierung der AGB angeht.



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