Eigentlich wollte ich in den Titel schreiben: „Filmtip“, aber ich hab ihn nicht gesehen und kann keine Empfehlung aussprechen. Aber was ARD in seinem Kulturresort schreibt, klingt mehr als vielversprechend.
„Schmetterling und Taucherglocke“ ist voller Gefühl, und dabei nicht einen Moment kitschig, pathetisch oder artifiziell. Der Film ist in alledem so authentisch, so unmittelbar, so direkt, so glaubwürdig, dass dieses wunderschöne, wichtige, wuchtige Lebensdrama einem die Tränen nur so in die Augen treibt.
Darum will ich keinen Tip dazu abgeben, sondern vielmehr darauf aufmerksam machen, worum es eigentlich geht.
Wenn du gefragt wirst: Wer bist du?, was antwortest du dann? Ich bin „Name“. Oder: Ich bin Ich. Wir sind ein Mensch, eine Einheit mit einem Körpergefühl.
Wirklich?
Das wir doch aus mehreren Teilen bestehen merken wir erst, wenn wir zwischen ihnen unterscheiden können. Unterscheiden müssen. Wie Jean-Dominique Bauby, Ex-Chefredakteur der Zeitschrift „Elle“. Nach einem Schlaganfall und zwei Wochen im Koma ist er fast vollständig gelähmt. Lediglich den Kopf kann er noch ein wenig und das linke Augenlid bewegen.
Das, was die Mediziner das „Locked-In-Syndrom“ nennen, beschreibt er so: „Der Körper ist ein schwerer Taucheranzug und der Geist ist flexibel und leicht wie ein Schmetterling.“
Das macht deutlich, wie „nebeneinander“ unsere Bestandteile eigentlich existieren. Dass der Geist in unserem Körper lebt – aber lebt er auch nur durch unseren Körper?

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