Lernen über den Islam

Heute stand ein Artikel im HNA, demzufolge nun entschieden ist, künftig an den Schulen (nicht allen) in Deutschland Islamunterricht auf deutsch einzuführen.

Im ersten Moment fand ich die Meldung einfach nur gut. Viele mögen dabei an eine Abkehr von deutschen Sitten denken oder daran, dass es „Ausländern“ zu „bequem gemacht wird“ in Deutschland. Kein Scherz, das sind tatsächlich landläufige Meinungen.
Aber man muss das mal von der Seite der Islamisten sehen. Sie beschließen (oft auch gezwungenermaßen) in ein fremdes Land zu gehen und riskieren dabei eventuell, sich von ihrer Religion zu entfernen. Vielleicht nicht unbedingt die erste Auswanderergeneration, umso wahrscheinlicher aber nachfolgende Generationen.

Was mir dabei wichtig ist: ein Bewußtsein für die anderen Kulturen zu schaffen und sie in der Öffentlichkeit zum Diskurs zu machen. Das ist wichtig, denn die Aktzeptanz von Menschen mit Migrationshintergrund ist in Deutschland noch nicht hoch genug.
Es gibt jedoch immer noch viele Stellen, die das gar nicht wollen. Nicht zuletzt sogar der türkische Ministerpräsident Erdogan, der im Zuge der Einführung des Unterrichts sogar von einer Assimilation spricht. Bei uns wäre eine solche Behauptung ein Grund für eine Rücktrittserklärung – nicht zuletzt aus dem Grund, dass er damit ein Projekt kritisiert, das von türkischstämmigen Deutschen ins Leben gerufen wurde. Und nicht zuletzt auch, weil sich diese Haltung nicht ganz mit dem Willen verträgt, den die Türkei zu gehen gewillt ist: der Aufnahme in die EU.



Hinterlasse einen Kommentar