Streß mit der Technik? Vielleicht hilft ein Umdenken…

Im Interview behauptet Don Norman, seines Zeichens „Computer-Visionär“, dass viele Menschen gar keinen Computer brauchen – sie machten das Leben viel zu kompliziert.Weiterhin würdigt er sogar Betriebssysteme herab und klagt das System von Dateien und Ordnern an.

Was im ersten Moment unüberlegt und radikal klingen mag, hat eigentlich einen ernsthaften und gar nicht so dummen Hintergrund:
Auf die Frage, wie man seine Dateien besser verwaltet kann, antwortet er:

Das ist schon wieder eine falsche Frage. Was sie da aufgezählt haben,
müssen wir doch nur tun, weil es uns die aktuelle Technologie
abverlangt. Und sie ist nicht sonderlich hilfreich, uns dabei unter die
Arme zu greifen. Deshalb müssen wir uns mit all dem so lange
herumschlagen. Sie fragen: Wie finde ich etwas in all diesen Dateien? –
Nun, warum haben wir überhaupt Dateien?

Dabei schlägt er nicht vor, gänzlich von der Technik weg zu gehen, sondern sie direkter/anwendungsbezogener einzusetzen. Als sogenannte „Application-based Systems“ – Geräte, die nur einen einzigen Zweck haben (zB Navigationsgeräte, Festnetztelefone, Fotoapparate). Somit belasten wir uns nicht mit den vielfältigsten Funktionen und der Technik selbst, sondern mehr mit dem Gegenstand unseres Tuns: eine Karte lesen,telefonieren oder ein Foto machen.
Wir benutzen es und legen es wieder weg, ohne zuviel Zeit darauf verschwendet zu haben.

Ich finde das einen interessanten Gedanken. Dies scheint ein alternativer Weg der Ressourcenschonung (von uns Menschen) zu sein als der, den wir bisher gehen: mehr Technik, die gleichzeitig und mehr Aufgaben zu übernehmen im Stande ist.



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