Vor einer Weile habe ich schonmal über das Nachdenken und die Klarheit beim Träumen geschrieben.
Heute bin ich mir relativ sicher: wenn wir träumen, erfassen wir nicht immer den gesamten Rahmen eines Sachverhaltes.
Genau wie beim letzten Blogeintrag habe ich mal wieder eine Art Geschichte zurecht geträumt. Dabei habe ich mich drauf konzentriert, es mir zu merken und mich sogar nach dem Aufwachen noch dran erinnert. Soweit, so gut. Das ist schon mal einen Schritt weiter als beim letzten Mal.
Dennoch gab es da ein Problem: der Clou und das Besondere an der ausgedachten Geschichte funktionierte eigentlich gar nicht.
Es sollte darum gehen, die Geschichte von jemandem zu erzählen, der – sagen wir mal – gerade in der Patsche steckt. Man hat keine Ahnung, was los ist und er selbst scheint auch nicht so genau Bescheid zu wissen. Der Leser jedoch wird im Laufe der Geschichte herausfinden, wie er dort hinkommen wird – jedoch in zeitlich umgekehrter Reihenfolge. Vom aktuellen Zeitpunkt aus immer weiter zurück bis hin zu dem Ausgangspunkt, der dann mit einer cleveren oder überraschenden Drehung aufgewartet hätte.
Klang zumindest spannend ^^
Nach dem Aufwachen ist mir jedoch klar geworden, dass das kaum bis gar nciht funktioniert. Zumindest ist mir nur eine einzige Erzählstruktur eingefallen, mit der das ginge – und die verwendet schon Christopher Nolan in „Memento“.
Aber auch dort geht man sprungweise ein Stück zurück, sieht die Handlung wieder vorwärts und geht danach wieder sprungweise ein Schritt zurück und sieht die Handlung wieder vorwärts bis zum ersten Sprung, …
Ich war der Meinung, es müsse auch anders gehen.
Also gibt es für das Träumen nachts zwei Möglichkeiten: entweder, wir vereinfachen die Dinge, sehen nicht den kompletten Zusammenhang und darum erscheint so vieles einfach und möglich. Oder wir raffen die Dinge tatsächlich in ihrer komplexen Gänze, sehen alles offen gelegt vor uns und benutzen ein viel größeres Potential an logischen (oder sonst einem) Denken als wir es tagsüber tun.

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