Kürzlich ausgelesen: Micha Pansi – Der fünfte Stein. Die Daimonen Trilogie.
Hm, dickes Buch. Typisch Fantasy. Nein, das stimmt nicht ganz. Was mir positiv gefallen hat: obwohl es offensichtlich Fantasy ist, ist es keine typische Herr-Der-Ringe-Fantasy mit Orks und Elfen. Eigentlich gibt es tatsächlich nur Menschen und hier und da etwas abgewandelte Formen dieser „gewöhnlichen“ Spezies.
Auch ein netter Kniff: die Welt entfaltet sich als eine mittelalterliche Welt, doch durch Zitate, die am Anfang jedes Kapitels eingestreut sind und bekannt klingende Namen von Göttern oder ähnlichem lassen den Leser aufhorchen.
Und was auch schon nach einem Blick auf die Karte auf den ersten Seiten unterbewusst im Kopf herum geistert wird dann zur Gewissheit, die mit einem angenehm überraschenden Aha-Effekt über einen kommt.
Gut ausgeführt sind die einzelnen Charaktere mit denen man sich sehr gut identifizieren kann. Nicht zuletzt auch durch die teils sehr umfangreichen Rückblenden, in denen die Hintergrundgeschichten der handelnden Personen ausgebreitet wird. Bei manchen mehr, bei anderen weniger – schade dagegen, dass man das Gefühl hat, dass gegen Ende hin einige der wichtigen Personen einfach verschwinden, wenn die Geschichte ihrem Ende entgegen geht.
Auch werden so manche wirklich interessanten Fragen einfach nicht beantwortet: was genau sind die Daimonen, was ist die Geisterwelt tatsächlich, sind die fünf Schreine tatsächlich Teleporter, was ist aus der Zivilisation geworden, die als verschollen gilt und was hat sie ausgelöscht? Was hast es mit den zahlreichen labyrinthischen Höhlen auf sich, die so manchen Berg durchziehen?
Viele Fragen werden beantwortet, doch diese – die ich als die interessantesten empfand – eben nicht. Schade, da die Daimonen-Bücher mit dieser Trilogie beendet sind.
Dennoch ist es eine schön gestrickte Geschichte, die durchaus das Potential hat, den Leser in das Buch hinein zu ziehen.

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