social networks – findest du mich, find‘ ich dich

Deviantart – das Social-Network für „Künstler“, bei dem ich registriert bin, hat eine Menge Mitglieder. Ich kann leider gar nicht genau sagen, wieviele, doch die Tatsache, das meist rund 30.000 von ihnen gleichzeitig online sind, dürfte für sich sprechen.

Interessant dabei ist, dass man trotz dieser extremen Größe immer wieder auf die gleichen Namen stößt.
Es gibt unter anderem eine Kategorie auf der Startseite namens „Popular“. Klickt man sich dort durch, stößt man auf Kunst, die viele andere Leute interessant fanden und sich angeschaut haben.
Klar, das trägt viel dazu bei, einzelne aus der Masse heraus zu heben. Und jemand, dessen Bilder dort landen, bekommt schlagartig eine Menge an Seitenaufrufen auf seiner persönlichen Seite.

Und dennoch…
Aber man muss zugeben, dass es viele von ihnen auch verdient haben, beachtet zu werden.
Einer von ihnen ist vermutlich Gilad „‚gilad“ Benari, ein israelischer Fotograf, dessen Galerie wirklich bemerkenswert ist. Wollte man sich aus seinem Portfolio Bilder heraussuchen, zum an die Wand hängen, hätte man vermutlich Probleme, genügend Wände zu finden, weil man so viele von ihnen gut findet.

Das ist die eine Seite. Die andere sind selbst bei ihm bemerkenswerte Statistiken: über 23.000 Kommentare zu seinen Bildern und über 2.7 Millionen Seitenaufrufe auf seiner persönlichen Seite. Das ist schon eine ganz enorme Menge und führt aber auch dazu, dass der Austausch stärker wird.
Und hier sind wir nun bei einem entscheidenden Vorteil von Sozialen Netzwerken: die Teilnehmer profitieren von sich gegenseitig. Ganz im Sinne des Schneeballsystems kommen wir von der Betrachtung des einen zum anderen zum anderen und zum nächsten.

Und so findet man auf der Seite des Künstlers auch ein Journal, in dem er wöchentlich die Werke anderer Künstler vorstellt, die er für beachtenswert hält.
Und die ist mitunter tatsächlich beachtenswert…

Man kann also über solch ein Netzwerk auf recht „einfache“ Weise zu einem enormen Ansehen und Aktzeptanz kommen. Wieviel die „wert“ ist und was man daraus machen kann, sei dahin gestellt, interessant dabei ist aber, dass man auch hier erst einmal einen „Fuß in der Tür“ haben muss. Man muss es einmal geschafft haben, Interesse zu wecken und das geht wiederum dort fast nur und sowieso am Besten über soziale Kontakte – leicht negativ besetzt auch mit „Vitamin B“ bezeichnet.

Aber klar, warum sollen diese Welten anders funktionieren als andere?



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