Ich hab mir ja vorgenommen (naja nicht ausdrücklich, damit ich mich im Notfall nicht selbst enttäusche *g*), näher am täglichen Geschehen in der Welt zu sein.
Und gerade lese ich eine Schlagzeile über Wahlen in den USA. „Oh, sind sie schon soweit?“, dachte ich mir und lese dann in der Meldung: „Vier Tage vor der ersten Vorwahl zur Nominierung des US-Präsidentschaftskandidaten“.
Okay, alles klar, noch nichts gelaufen. VOR der ersten VORwahl zur NOMINIERUNG. Das ist ja noch reichlich früh, aber die jeweiligen Kandidaten scheinen sich schon jetzt eine Schlacht zu liefern.
Nagut, es sind auch ein paar bekannte Namen dabei: auf demokratischer Seite hat sich Hillary Clinton aufstellen lassen, neben dem (schwarzen!) Barack Obama und auf Seiten der Republikaner befindet sich Rudolph Giuliani, der ehemalige New Yorker Bürgermeister. George Bush darf nicht nochmal ran und sein Vizepräsident Dick Cheney will sich nicht aufstellen lassen. Damit wird das erste Mal seit 1928 der Platz frei für eine ganz neue Besetzung und das lassen sich die Parteien und Kandidaten auch etwas kosten. Die Ausgaben werden sich wohl auf ungefähr 1 Mrd. US-Dollar belaufen und ein Kandidat müsste schon mindestens 100 Mio. am Start haben, um ernst genommen zu werden. Was das über die Wahl und die Kandidaten, aber auch über die amerikanische Öffentlichkeit aussagt, muss ich, glaube ich, nicht extra aufschreiben.
Wie es im Moment aussieht, kann man bei der Welt ganz gut nachlesen.
Interessant fand ich dabei auch, dass natürlich eine Menge Leute hinten dran hängen, die ebenfalls von einer erfolgreichen Wahl ihres Parteimitglieds profitieren.
Den Rücken der Republikaner stärkt ganz vorne dran natürlich auch der Ex-Bürgermeister von New York, Rudy Giuliani. Der setzt sich nämlich „dankbarerweise“ für eine Fortsetzung des weltweiten Kriegs gegen den Terrorismus ein.
«Der Präsident lag in seinen wichtigen Entscheidungen richtig», sagte
er. Die USA müssten dem islamischen Extremismus offensiv begegnen.
Romney, ebenfalls Republikaner, hat sogar eine weitere klare Ansage parat:
Romney meinte, dass es für die USA das wichtigste Ziel bleiben müsse,
militärisch und ökonomisch «die stärkste Nation der Welt zu bleiben.
(…) Wir sind die großartigste Nation der Welt.» Beide Politiker
setzten sich für eine massive US-Truppenerhöhung ein.
Okay, muss ich das kommentieren? Ich hoffe nicht, denn dieses Zitat war der Grund für meinen Eintrag hier :)
Die netten Republikaner von nebenan glauben also immer noch, die Weltpolizei zu sein.
Jedenfalls liegt Romney bei parteiinternen Abstimmungen weit vorn mit acht von zwölf Delegiertenstimmen.
Und mir bleibt nur die Frage, die sich mir am Anfang schon stellte: Warum?

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