Wir sind zusammen, weil…

… ja, warum eigentlich?

Du wohnst da und ich wohne hier. Ich brauche meinen eigenen Raum und du willst, was ich will. Keine Veränderung. Alles gut.

Du fragst nicht, ich erzähle nur. Oft auch nicht, dann denke ich nur. Und wenn ich nur denke, fragst du, ob ich dir böse bin. Ich bin dir nicht böse. Nicht wütend auf dich, nicht nachtragend, ungehalten oder ungeduldig. Ich sehne mich auch nicht nach dir. Wenn du da bist, bist du hier aber nicht bei mir.
Wir essen, trinken, schlafen, atmen, küssen.
Kann man küssen ohne geküsst zu werden?
Du rufst an und ich weiß genau, wann. Du erzählst, ich frage. Ja. Ja. Nein. Ja. Klick.
Wir tun, was Paare tun. Wir sind ein Paar. Alle sagen das. Sie sehen uns und reden mit uns. Aber sie reden nicht über uns. Wir sind da und wir sind hier. Oft bin aber nur ich hier und du bist da. Kein Verlangen, keine Ursache, kein Problem.

Wir sind zufrieden…
Ja, sind wir. Das sagst du, wenn ich dich frage und du meinst es ehrlich. Nein, ich frage nicht, ich lese es in deinen Augen. Und ich glaube ihnen. Sie sagen, was ich denke. So kann es weitergehen. Kann es so weitergehen?
Wir treten auf der Stelle. Wir leben zwei Leben, jeder seins und beide keins.
Nichts kann sich und nichts wird sich ändern. Oder? So vieles ändert sich nur du nicht. Und ich nicht.

Wir sind zusammen weil … ja, weil halt.



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