Wer sind wir, wenn wir nicht mehr wir sind?

Schon immer war die Geschichte des Manga „Ghost in the Shell“ eine sehr tiefgängige. Als ich das erste Mal den dazugehörigen Anime gesehen habe, war mir das aber bei weitem noch nicht klar. Es hängt einfach damit zusammen, in welchem Rahmen die Geschichte spielt.
Nämlich in einer Zeit, in der die Menschheit zunehmend mit der Technik verschmilzt. In der technologiesierte Körperprothesen die Menschen – nicht alle aber die meisten – zu Cyborgs machen. Das hat zur Folge, dass ganz neue Erfahrungen und Gefahren auf einen Menschen zukommen können. So ist es unter anderem möglich, dass sich ein Hacker in den eigenen Körper und Verstand hackt und ihn übernimmt.
Das allein ist schon gruselig genug.

Aber es werden auch oft Fragen nach dem menschlichen Handeln, dem Geist und dem freien Willen gestellt. Man könnte vermuten, dass die Filme und die dazugehörige Serie recht düster und pessimistisch sind, aber gerade da verhalten sie sich mehr im Stile des Cyberpunk. Eine seltsam fremde Welt, die ihre Makel hat, aber die doch die einzige ist, die existiert und so gelebt werden muss.

Die zweite Staffel der Serie zu Ghost in the Shell ist recht spirituell und wartet neben einem ganzheitlichen Fall, einem Stand Alone Complex, auch wieder mit vielen Einzelschicksalen auf, die nicht nur die Menschen dieser Welt allgemein, sondern auch die Mitglieder der speziellen Eingreiftruppe, Sektion 9, näher beleuchten. Diese Truppe kümmert sich um Spezialfälle von Cyberterrorismus und allem, was zu heiß ist für die normale Polizei.

Ganz besonders jedoch gefällt mir Episode 11: „Im Dickicht“. Diese ist sehr gefühlvoll erzählt und widmet sich vermutlich dem geheimnisvollsten Thema der ganzen Geschichte: dem Hintergrund von Major Motoko Kusanagi.

Die Website von Ghost in the Shell ist übrigens recht eindrucksvoll und gibt ziemlich gut das Gefühl der Serie wider. Nicht die Serie selbst wohlgemerkt, sondern das, was dahinter zu liegen scheint.



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