Und wieder klettert Vater Staat eine Stufe höher…

Und stellt sich somit ein weiteres Mal über uns, das Volk. Welches laut dem demokratischen Grundgedanken, doch eigentlich Seite an Seite mit unseren Politikern stehen sollte oder?

Der Bundestag hat am heutigen 25. Mai 2007 das Gesetz zum Verbot von
Computersicherheitswerkzeugen unverändert verabschiedet. Der neue
Paragraf im Strafgesetzbuch soll Computerkriminalität bekämpfen. Der
Chaos Computer Club (CCC) kritisiert das neue Gesetz, weil damit die
Arbeit von Administratoren und Sicheheitsexperten massiv behindert wird.

Wie aus dem Artikel bei Golem.de hervorgeht, handelte der Bundestag damit nicht nur gegen die Vorwürfe des CCC, der Experten aus Wissenschaft und Praxis, sondern auch gegen die des Bundesrates. Das ist ja eigentlich schon einmal eine Meldung für sich :)

Interessant wird es aber, wenn man die – hoffentlich noch nicht in Vergessenheit geratenen – Meldungen über Online-Durchsuchungen seitens der Polizei hinzu zieht.
Denn wer glaubt, das die Regierung/Polizei diese Werkzeuge nicht benutzen darf, nur wenn es das Volk nicht darf?
Der Sprecher des Chaos Computer Club bringt genau das auf den Punkt:

„Das Verbot des Besitzes von Computersicherheitswerkzeugen öffnet
auch dem Einsatz des Bundestrojaners Tür und Tor. Industrie und Bürgern
wird systematisch die Möglichkeit genommen, ihre Systeme adäquat auf
Sicherheit zu überprüfen. Dieses Verbot gefährdet die Sicherheit des
IT-Standorts Deutschland.“

Und wie kann ich wissen, ob mein System sicher ist, wenn ich es nicht einer simulierten Gefahr aussetze?

Edit: Interessant mit Sicherheit auch die Reaktionen auf das Gesetz, nachvollziehbar anhand der Trackbacks zu dem Artikel.



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