ausgeguckt: Blood Diamond

Ein Hollywoodfilm.

Eigentlich wollte ich gar nicht mehr darüber schreiben, aber man muss "Blood Diamond" zugestehen: ein Hollywoodfilm mit Ambitionen. Ein Hollywoodfilm mit Ambitionen, von dem praktisch alle etwas haben, die daran verdienen.

Bei dem entsprechenden Wikipedia Eintrag finden sich weiter unten Kritiken, die ziemlich genau 2 Seiten beschreiben: unteres Mittelmaß und unheimlich toll. Ich würde mich persönlich dazwischen einordnen wollen. Ich kann nicht unbedingt behaupten, dass der Film für mich eine bravouröse Gratwanderung zwischen Aufklärung und Unterhaltung darstellt. Ist der Film zu Ende, spüre ich mehr, das ich unterhalten wurde, als das ich erschüttert, aufgeklärt und wachgerüttelt wurde. Zuviel "Elendsästhetik", die einfach sehr offensichtlich ihrem Zweck dient. Dann haben wir da einen weißen Mann, der nur seinen Hals retten will, dann aber doch zum Helden wird. Er bekommt eine Frau an seine Seite, für die er stark sein darf und wir haben einen schwarzen Mann, der das Gesicht der afrikanischen Bevölkerung spielen darf, vom weißen Mann gerettet wird und ihm auch einmal selbst aus der Klemme helfen darf. Ganz kurz und nicht ganz allein.

Aber wie schon erwähnt, letzten Endes ist es gute Unterhaltung. Und alle haben etwas von dem Film: der Regisseur, der sich erfolgreich einen Namen gemacht hat, der Produzent, der an den Stars eine Menge verdient haben dürfte und Leonardo DiCaprio, der mit einer weiteren Rolle sein Image als ernstzunehmender und wandelbarer Schauspieler festigen will – nicht ganz erfolglos, das gebe ich gern zu.

P.S. Das mit dem Regisseur muss ich wohl etwas relativieren: der Name kam mir nicht bekannt vor, aber sein Fim "Last Samurai" durchaus. Und ich fand den Film mit Tom Cruise irgendwie eine Spur besser :)



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