Die Bundesregierung hält also noch immer fest an den Plänen für eine Volkszählung im Jahr 2011. Vermutlich nicht ganz ohne Druck, denn in diesem Jahr findet eine EU-weite Zensusrunde statt. Mal sehen, wie das aussieht, wenn Deutschland in der zweiten Jahreshälfte nicht mehr den Vorsitz im EU-Rat hat :)
Nein, das war ein Scherz. Ich finde das schon spannend, da ich aus einem meiner Seminare weiß, was für ein immenser Aufwand so ein registergestützter Zensus ist. Die letzte Zählung fand in Deutschland im Jahr 1987 statt und damals gab es zwar gute Ergebnisse aber auch eine riesige Diskussion um den Datenschutz.
Das wird beim nächsten Mal nicht besser werden, aber aktuelle Daten einer Volkszählung sind in so vielen Bereichen von immenser Wichtigkeit, dass die Durchführung nicht an Einwänden von außen scheitern sollte.
Den momentanen Vorschlag des Open-Access-Prinzips finde ich übrigens sehr löblich – die Ergebnisse sollen jedermann frei und kostenlos zugänglich sein. Das Aktionsbündnis
„Urheberrecht für Bildung und Wissenschaft“ hatte zwar den Bundesrat am
gestrigen Donnerstag noch aufgefordert, weiterhin die wissenschaftliche
Informationsversorgung als öffentliche Aufgabe anzusehen und nicht der
Verlagswirtschaft zu überlassen (heise.de) aber ich denke dennoch, dass die Ergebnisse öffentlich verlegt werden sollten. Daraus resultierende Analysen und Auswertungen können ja schließlich davon abgesehen wissenschaftlich verlegt werden.
Ach übrigens, den Artikel auf Heise.de kann man sich auch vorlesen lassen (siehe Link rechts neben der Überschrift)! Unbedingt mal ausprobieren ![]()

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