Meine Spielweise glich bisher einem Süchtigen, der endlich seinen Stoff bekommt und ihn ohne groß zu denken verbraucht. 3 Tage intensives Spielen, etwas „nachhelfen“ und fast nur die Hauptaufgaben machen ließen mich zu einem schnellen unspektakulären aber auch ein wenig unbefriedigten Ende kommen. Nach und nach bemerkte ich, das auch noch viele Fragen ungelöst waren. Zum Beispiel hat man schon seit Beginn die Aufgabe, einen unbekannten Stalker namens Strelok zu töten. Dem bin ich nicht begegnet, fand kaum Hinweise auf ihn und hab das Ende dennoch erreicht.
Allerdings liegt das auch etwas an meiner Spielweise. Ich habe mich einfach treiben lassen und nur instinktiv die Aufträge von wichtigen Männern in der Zone angenommen. Hinweise über Strelok und die damit verbundene Storyline bekommt man allerdings mehr während des Umherstreifens. Und da muss ich gestehen, sind mir mehrere Informanten umgekommen, bevor ich ihnen helfen konnte ;) Um etwas Licht ins Dukel zu bringen, hab ich nachgelesen. Wofür steht eigentlich S.T.A.L.K.E.R.? In einem Leitfaden auf DLH.net fand ich die Antwort: Scavengers, Trespassers, Adventurers, Loners, Killers, Explorers, Robbers. Symbolisch stehen diese Worte für die 7 (!) möglichen Enden des Spiels. Und das nenne ich doch endlich mal gelungen. Lässt man sich nicht 100%ig auf das Spiel und diese Welt ein, folgt nicht der Neugier und dem Forscherdrang, begegnet nur wenigen Herausforderungen und betrügt vielleicht noch, gibt das Spiel nur ein Minimum von sich preis.Übrigens ließen sich praktisch keine klaren Momente feststellen, an denen man an einen Scheideweg gerät zwischen einem Ende und einem anderen. Das Ganze ist suptiler gemacht und stärker mit dem ganzen Spiel verwoben. Die Aufgabe heißt nun also: nochmal spielen, intensiver spielen, ehrlich spielen, alles spielen!

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