Der unsterbliche Perry Rhodan

Vielleicht ist es dem einen oder anderen aufgefallen, ich war wieder eine Weile nicht „netzintegriert“ und konnte insofern hier auch nichts schreiben.
Vorhin habe ich ein Perry Rhodan Hörbuch fertig gehört: Der Unsterbliche. Irgendwie mag ich Perry Rhodan … wenn ich lange nichts davon gehört oder gelesen habe ;) Dann ist die altmodische Schreibweise und Begrifflichkeit irgendwie sympathisch, doch andererseits kann einem das auch ganz schön auf die Nerven gehen nach einer Weile. Da ist von fantastischen Technologien die Rede und im selben Satz findet ein Ergebnisausgabeschacht Erwähnung, bei dem es sich eigentlich nur um einen Schlitz handelt, aus dem ein Stück Papier ausgegeben wird. Und zwar von einem Positronengehirn – der dramatischen Beschreibung für einen Computer. Und so ist auch weiterhin von Bildumwandlern, Intelligenzschaltungen und Gravitationsschirmen die Rede.
Etwas schade finde ich es deshalb, das sich diese Science Fiction, die mit ihren Ideen mutig bisherige Grenzen der Vorstellung überschreitet, solch antiquiertem Vokabular bedient. Den aufregenden Reisen, interessanten Ideen und oftmals auch psychologischen Denkspielen haftet so etwas überaltertes an, das dem Schiff ein bisschen den Wind aus den Segeln nimmt.
Man kann ja über Star Trek sagen, was man will aber wenn Captain Kirk mit einem verwegenen Gesichtsausdruck: „Energie, Scotty!“ befiehlt, klingt das eindeutig schnittiger und zeitloser als: „Rhodan gab der Antriebsabteilung des Großraumschiffes den knappen Befehl, die Ionenstrahltriebwerke zu zünden und sie auf 80% ihrer Betriebskapazität einzupegeln.“



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