Während da draußen multimedial der Wahlkampf für die Bundestagswahl tobt, beschäftigt sich die Netzwelt in den letzten Tagen sehr gern mit den entsprechenden Wahlplakaten der Parteien. Ein bestimmtes Plakat hat dabei schon für jede Menge Aufsehen gesorgt.
Dazu muss eigentlich nichts mehr gesagt werden, Aufreger gab es dazu schon genug. Bei einer kurzen Recherche stieß ich aber auf Vera Lengsfelds Homepage, auf der ein Zitat prangt, das mich nun doch leicht verwirrte:
Freiheit und Fairness statt Gleichheit und Gerechtigkeit
Hm, vier nette Worte, aber irgendwie passen sie für mich in der Reihenfolge nicht so recht zusammen. Aber genau dieses Empfinden scheinen auch viele andere im Netz zu haben und so wurde es dieser Tage zu einer Art Trendsport, den Spieß herum und die Wörter der Politiker herum zu drehen.
So tauchen momentan zu einigen CDU-Wahlplakaten alternative Versionen im Netz auf, bei denen der Wunsch, sie aus der Online- in die Offline-Welt zu übertragen immer lauter wird. Aufmerksam geworden bin ich über Sarahs Fund eines Wahlplakates der CDU mit dem bereits bekannten Herrn zu Guttenberg. (Den ich übrigens vor ein paar Tagen als CDU-Politiker bezeichnet habe. Denn eigentlich gehört er der CSU an. Scheint jedoch dennoch nicht so falsch zu sein, denn die CDU wirbt ganz ungeniert mit seinem Gesicht auf ihren Plakaten und benutzt mal so eben das Konterfei eines Menschen, der beliebt und vielleicht sogar zum Star-Politiker gemacht wird.)
Eine Suche nach dem Original-Plakat warf folgendes Bild aus (übrigens aus einem Artikel auf Bild.de; hier findet sich auch gleich die Quelle des Titels „Star-Politiker“)


Und rechts daneben eine – sagen wir – Alternativ-Version. Besonderer Beliebtheit erfreut sich auch das Plakat vom Bundesminister des Inneren, Wolfgang Schäuble. Hier das Original:

Und danach eine Anzahl an sogenannten „Remixes“. Das sind ein paar mehr, als sie alle hier darzustellen und ich habe bei weitem auch nur die ausgewählt, die mir am Besten gefielen. Einen Verweis zu weiteren Remix-Plakaten findet sich weiter unten.
[rockyou id=142097741&w=426&h=319]
Die jeweiligen Parteien buttern also momentan jede Menge Geld in werbewirksame Maßnahmen. Was diese bringen, zeigt die Resonanz in Form der sogenannten „Remix“-Plakate. Ich sehe es gar als eine Antwort, die einem Akt der Durchschauung folgt: eine wahre Flut von Aussagen, reagierend auf die Herausforderung inhaltsloser Wahlplakate.
Mal sehen, was da noch kommt und abwarten, was von der kreativen Kraft der Netzgesellschaft dazu taugt, die Politik-Szene zu beeinflussen.
[1] Remix-Plakate auf Flickr
[2] Noch mehr Plakate auf Metronaut.de

Hinterlasse einen Kommentar