Mit der Wirtschaft gehts langsam aufwärts, danke für…nichts, Herr Guttenberg?

Die letzte große Wirtschaftskrise liegt nun zum Glück einige Monate zurück. Es handelte sich dabei um das Platzen der „Immobilienblase“, welche Folge der US-Immobilienkrise im Frühjahr 2007 war. Daraufhin knickten eine große Anzahl an Banken ein, Firmen gingen bankrott und sogar ganze Länder brauchten Finanzspritzen.

Bei uns in Deutschland setzte die Rezession ein, doch mittlerweile zieht sich die Karre langsam selbst wieder aus dem Dreck und es geht aufwärts. Moment, selbst? Nicht wirklich, wenn es nach Bundeswirtschaftminister Karl-Theodor zu Guttenberg geht. Der CDU-Politiker ist sich nämlich sicher: das Wirtschaftswachstum haben wir den Konjunkturpaketen zu verdanken.
Heute habe ich im Radio eine Stimme gehört, die jedoch etwas anderes behauptet…
Bei dieser Stimme handelte es sich um Prof. Dr. Klaus Zimmermann, Chef des deutschen Institutes für Wirtschaftsforschung. Er und seine Mitarbeiter haben ein genaues Auge auf die Wirtschaft und sind sich sicher: Die Konjunkturpakete der Bundesregierung haben mit dem Wirtschaftswachstum gar nichts zu tun – sie kamen zu spät, der Aufschwung begann schon früher. Einzig die Ankündigung der Hilfen könnten der Wirtschaft zu einem frühen Aufschwung verholfen haben, räumt er ein. [1]

Praktisch an der Sache ist: Guttenberg ist ein CDU-Politiker, also ein Parteimitglied der Frau, die in Kürze gern wiedergewählt werden würde: Frau Angela Merkel. Sollte also stimmen, was unser Bundeswirtschaftsminister behauptet, wäre das eine gute Promotion für die CDU und deren Wahlkampagne. [2] Schade nur, dass auf seine gestrige Behauptung heute so dermaßen viele Schlagzeilen das Gegenteil behaupten. Doch wenigstens etwas: aus den eigenen Parteireihen kommt die Ernüchterung. Frau Merkel selbst schaltet einen Gang runter und meint, das Ende der Talfahrt sei erreicht, die Rezession allerdings noch nicht vorüber. [3]



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